Gemeinde Visp

SAC Ortsgruppe Visp
Sektion Monte Rosa

Schweizer Alpen-Club SAC

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Matthias Barendregt. 19. April 2009
Dok. Id. 63

Tourenwoche Ostern 2009

Zusammenfassung: Tourenbericht der JO Ostertourenwoche 2009

 

Die Teilnehmer:

  • Denise Bayard
  • Sarah Bittel
  • Jerome Beffa
  • Florance Beffa
  • Christoph Barendregt
  • Matthias Barendregt,
  • Serge Lamberd (Bergführer)



Montag 13.4.2009

7.57 départ Brig
mit dem Zug Richtung Sion wo vor zu nach die übrigen Teilnehmer zustiegen. Umsteigen auf den Bus in Sion in Richtung Val d'Hérens mit Endziel Arolla. In Arolla angekommen begaben wir uns zum Lift mit welchem wir die ersten 450 Höhenmeter mit Leichtigkeit hinter uns brachten. Danach Felle aufschnallen und es konnte los gehen. Die Faserpelze & Pullis wurden schnell abgezogen und der Aufstieg bezwangen wir bei wunderschönem Wetter mit Frühlingstemperaturen.

Auf dem Pas de Chèvre schnallten wir die Skier auf den Rucksack zogen den Klettergurt an und dann ging es die Leitern hinunter. Etwas kleines Essen und danach bewältigten wir die letzten Höhenmeter bis zu Cabane de Dix, wo wir auf der Terrasse noch die Sonne & Wärme genossen.
(Bittel Sarah & Denise Bayard)




Dienstag 14.4.2009

Um 6Uhr mussten wir aufstehen. Danach gings zum Frühstück, Thermos mit Tee füllen, auf's WC gehen und schon mussten wir die Felle aufschnallen und es ging los in Richtung Col de Cheillon.

Nach dem Col de Cheillon gings flach weiter und dann kam der Aufstieg unter der Nordwand von der La Ruinette. Da mussten wir auf den Gletscher aufpassen. Endlich kam ein Steinhaufen in Sicht, es war der Mt. Blanc de Cheillon. Vor den Steinen angekommen nahmen wir die Felle ab, assen etwas und endlich liefen wir zu Fuss über die Steine, auf welchen wir den Gipfel erreichten.

Es hatte nicht viel Sonne, ein bisschen Wind und viele Wolken. Also konnten wir die Aussicht nicht ganz geniessen. Wieder unten bei den Skiern, gings los auf die Abfahrt. Sie war auch nicht geniessbar denn es war noch hart gefroren mit vielen Löchern. Wo es flach war mussten wir „Didier Cuche“ machen, bis wir wieder auf dem Col de Cheillon waren. Es kam eine herrliche kleine Abfahrt bis wir auf die Seite von La Luette querten. Sobald es wieder steig, montierten wir die Felle.

Und los gings, Ziel La Luette. Endlich hatte es Sonne und weniger Wolken. Wir liefen bis zu oberst mit den Skiern und assen etwas und genossen die Sonne. Nachdem wir die Felle abgenommen hatten, kam die Abfahrt, zuerst war es ein bisschen steil aber es ging noch. Der Schnee war sulzig und es war herrlich. Zufrieden erreichten wir die Cabane de Dix. Bei Sonne und UNO, bzw. Bonen verstrich wieder ein gemütlicher Hüttennachmittag.
(Jerome Beffa)




Mittwoch 15.4.2009

Bereits in der Nacht wurden wir auf den kommenden Tag vorbereitet, es fegten immer wieder Windböen über die Hütte hinweg, eine stiess unser Fenster ganz auf und liess es durch alle Ritzen der Hütte pfeifen. Mein stiller Wunsch die Windböen mögen bis am Morgen ausgeklungen sein wurde nicht erfüllt. Der Föhn hielt an. Über dem Col de la Serpentine, den wir heute überqueren werden ballte sich eine mächtige Föhnwalze, auf unserer Seite war der Himmel noch blau. Heute Morgen wurden wir von unseren Zimmergenossen geweckt, es begann damit, dass man sich nach dem Wecker die Träume der Nacht erzählte, ausgiebig seine Haare kämmte, Klettergurt anzog. Wir blieben alle liegen doch von schlafen keine Rede mehr. Warm verpackt traten wir nach unserem Frühstück auf die Terrasse, hielten Ausschau nach unseren unserem Ziel, dem Col de la Serpentine, in Wolken gehüllt. Nach der kurzen Abfahrt begann der Aufstieg, mit beinahe allen anderen Gästen der Cabane de Dix. gegen hundert Leute reihten sich in die Aufstiegsspur ein. Ein ungewöhnlicher Anblick in den Bergen. Mit Sarah an der Spitze stiegen wir langsam der Föhnwalze entgegen. Bevor wir vollends ins Getöse eintauchten verpackten wir uns alle. Gut gewappnet, die Harscheisen montiert, begannen wir den Aufstieg in Richtung Pigne d'Arolla. Die heikle Passage, für die wir vorsichtshalber unsere Steigeisen mitgenommen haben, war von Schnee bedeckt.

Etwa 60m unter dem Gipfel, an der Stelle wo man zur Cabane de Vignette abfährt beschlossen wir nicht mehr länger dem Wind zu trotzen und fellten die Skier ab. Nach einer eher unangenehmen Abfahrt über die hartgefrorenen Schneedecke, torckelten wir die letzten paar Meter mit den Skiern unter den Armen in die neu renovierte Cabane. Sehr schön! Schon bald erröteten unsere windgpeitschten Gesichter und wir genossen den Hüttennachmittag im Schutze der Hütte.

Bereits am Abend zuvor warnte der Hüttenwart, wenn das Wetter schlecht sei werde er erst um 7 Uhr das Licht anmachen. Das Licht ging erst um 7 Uhr an. Wir trödelten alle, den das Wetter hatte sich nicht gebessert. Beim Frühstück zeigte auch Serge keine Startzeichen. So wurde es zu einem gemütlichen Frühstück, sogar mit Crepes. Es war ein guter Entscheid gewesen noch eine Nacht in der Cabane de Vignette zu verweilen und nicht zu Chanrion weiter zu wechseln, denn dort sitzt man nach einem Schneefall fest. Zusätzlich waren wir nicht gezwungen die Hütte in diesem Sturm zu verlassen.
(Christoph Barendregt)




Donnerstag 16.4.2009

Der Sturm tobte noch bis am Abend und so wurde der Tag zu einem gemütlichen Hüttentag, viel spielen, lesen, und Spaltenrettungsübung mittels dem Doppeltenflaschenzug und dem Österreicher. Und siehe da pünktlich zum Nachtessen verzogen sich die Wolken. Das war ein erfreulicher Vorgeschmack auf den Freitag.
(Christoph Barendregt)




Freitag 17.4.2009

Obwohl das Wetter schon nicht mehr ganz so toll war, wie noch am Abend davor angekündigt, liessen wir uns nicht beirren und machten uns startklar. Die Rücksäcke welche theoretisch kleiner hätten sein sollen (weniger Lunch), als noch zu Beginn der Woche, hinterliessen diesen Eindruck nicht. Nach kurzer Zeit standen wir auf dem Ottemagletschter mit Aussicht auf den Petit Mt. Collon und einer langen Spur von Menschen die sich zum Col d'Eveque hoch arbeiteten. Für die vordersten war das sicher ein mehr oder weniger schweisstreibendes Ereignis den es galt eine neue Spur in 20-30cm Neuschnee anzulegen. Die wir natürlich benutzen.....;-)

Kurz vor dem Col d'Eveque stiessen auch die Sonnenstrahlen zu uns vor so dass ich mich beeilete um ein Foto zu machen, naja die Wolke war schneller. Die erste abfahrt war abgesehen von den schon vorhanden Spuren super, Christoph unsere heutiger Führer lotze uns in den Col de Collon um dann einen weitern Aufstieg in Richtung Mt. Brule in Angriff zu nehmen. Theorie ist eins, die Praxis was anderes, das Gefühl was in einem Hang ist und was dann tatsächlich ist auch. Nach einem kurzen Briefing mit Serge entschieden wir den folgenden und letzten Aufschwung auch noch in Angriff zunehmen. Jedoch blieb es beim Versuch den nach etwa 100m sagten Christoph und Serge es habe viel mehr Schnee im Hang als angenommen. Juhui, schon wieder eine tolle Pulverschneeabfahrt, runter auf den Glacier d'Arolla.



Nein bei dem liessen wirs nicht bleiben, schon von weit oben haben wir noch unverspurte Hänge gesichtet. Dies bedeutete einen zusätzlichen Aufstieg der absolut nur Abfahrtstechnisch begründet war. Das mittlerweile sehr schöne Wetter liess auch den Schnee nicht unversehrt => jetzt müssen wir runter sonst haben wir nicht mehr guten Schnee, hiess es auf einmal.... Je nach Skibeschaffenheit war der letzte teil mehr oder weniger streng, die einen mussten voll gas „stecknen“ während die andern gemütlich dahin glitten. In unserm Start und Endpunkt Arolla angekommen liessen wir die Woche im Hotel de Glacier ausklingen, bevors dann auf den Bus nach Sion und mit dem Zug zurück ins Oberwallis ging.
(Matthias Barendregt)