Gemeinde Visp

SAC Ortsgruppe Visp
Sektion Monte Rosa

Schweizer Alpen-Club SAC

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Christian. 17. Aug. 2006
Dok. Id. 52

Tourenwoche Bergell

Zusammenfassung:

 

JO Tourenwoche vom 06.08 bis 11.08.2006 im Bergell





Die Teilnehmer:

  • Bayard Denise (Leiterin)
  • Barendregt Matthias (Leiter)
  • Andenmatten Reto (Leiter)
  • Biner Michael
  • Grütter Christian (Leiter)
  • Bittel Sarah
  • Kalbermatter Charly (Bergführer)
  • Eugster Daniel
  • Burkhard Thomas
  • Schnyder Ivo




Sonntag 6. August 2006

Anreise

Am Sonntag, den 6. August 2006 machte sich die JO-Visp auf den Weg zur Diavolezza. Um 8.00 Uhr hatten wir bei der Post in Visp abgemacht. Da es in einem Auto mit fünf Personen zu eng war, fuhren Denise und Matthias mit dem Zug. Nach viermal Umsteigen kamen sie in Pontresina an.

Als wir den Nufenen passiert hatten, kamen wir in den Regen. Als wir am Ende der Passstrasse waren, fuhren wir neben Airolo vorbei. Wegen einer Baustelle mussten wir die alte Strasse zum St. Bernhardinotunnel hochfahren. Dieser Tunnel war sehr lang. Fast alle eins bis zwei Kilometer war eine Baustelle. Als wir aus dem Tunnel waren, durchfuhren wir Splügen.

Um halb Eins machten wir in Tiefencastel eine verspätete Kaffeepause. Nach einem Kaffee und einem Buttergipfeli waren wir wieder gestärkt. Wir fuhren in einer traumhaften Landschaft über den Albulapass. Es gab viele Stauseen und Tümpelchen. Als wir in Pontresina ankamen, fuhren wir zum Bahnhof um dort auf die beiden Zugreisenden zu warten. Sie waren aber gerade angekommen.

Wir luden die Rucksäcke ein und fuhren zur Talstation der Diavolezzabahn. Dort tranken wir noch etwas bevor wir hinauf fuhren. Als wir oben waren, bezogen wir unsere Zimmer. Am Nachmittag hatten wir eine Ausbildung bezüglich Seilhandhabung und Orientierung im Gelände.


Thomas Burkhard





Montag 7. August 2006

Weiss soweit das Auge reicht

Wir sind alle aufgestanden und konnten wegen schlechtem Wetter wieder schlafen gehen. Dann um 6.00 Uhr standen wir definitiv auf und assen unser Frühstück. Um 7.15 Uhr waren alle bereit. Wir liefen rüber auf den Vadret Pers (Gletscher). Hier montierten alle die Steigeisen. Nach fünf Minuten liefen alle in den abgemachten Seilschaften los. Alle JO-ler liefen nach einiger Zeit ins Gletscherlabyrinth ein. Dann sind wir gelaufen und gelaufen, bis es anfing zu winden.

Charly unser Seil- und Bergführer hatte schon Angst, dass ich und Thomas weggeweht werden könnten. So mussten wir 100 Meter unter dem Ostgipfel des Piz Palü umkehren. Der Wind war zu stark. Es wartete ein mühsamer Abstieg auf uns, denn alle waren Müde. Wir schafften es doch noch runter zur Hütte. Ich und Thomas träümten schon von einer heissen Dusche. Der Wirt lieh uns freundlicherweise Handtücher. Michael, Thomas und ich genossen dann hintereinander die Dusche. Als wir die Handtücher zurückbrachten, durften wir einen Film auswählen und anschauen. Wir drei stimmten ab „James Bond 007“ zu schauen. Nach dem Film kletterten wir noch an einer Kletterwand in der Bergstation. Aber bald durften essen gehen.


Ivo Schnyder



Dienstag 8. August 2006

Ein paar Wolken weniger

Morgens um 4.00 Uhr standen wir auf, um anschliessend zu Frühstücken. Vorher aber warfen wir einen ersten Blick zum Fenster raus und sahen einige Wolken. Um ca. 4.30 Uhr sind wir dann aufgebrochen. Wir passierten kurz den Gletscher und machten uns dann über den Grat auf zum Piz Cambrena.

Im Verlauf der Tour wurde das Wetter länger je besser, bis wir schliesslich etwas Sonnenschein geniessen konnten. Vom Gipfel aus konnten wir eine wunderbare Aussicht geniessen. Wieder zurück in der Unterkunft, packten wir unsere Sachen zusammen und warteten im Restaurant auf die nächste Bahn.

In der Nähe der Diavolezza-Talstation gingen wir noch klettern. Am Abend fuhren wir dann nach Pontresina, wo wir in der Jugendherberge übernachteten.


Sarah Bittel



Mittwoch 9. August 2006

Gebietswechsel

Um 7.30 Uhr standen wir auf und assen in der Jugendherberge das Frühstück. Anschliessend fuhren wir mit den Autos Richtung Morteratschgletscher um zu klettern. Die Kletterwände waren einige Geh-Minuten vom Parkplatz entfernt. Charly entschied sich mit den jüngeren Teilnehmern im Sektor mit den einfacheren Kletterrouten zu bleiben. Der Rest kletterte im schwereren Sektor. Beim Klettern hatten wir verschiedene Zuschauer; Wanderer, eine Maus und ein Frosch schauten zu.

Als wir um 13.00 Uhr zurück zu den Autos liefen, begann es zu regnen und zu hageln. Wir fuhren nach Samedan um neuen Proviant zu kaufen. Anschliessend fuhren wir auf den Albulapass. Nachdem die Autos am Strassenrand parkiert waren, mussten wir noch zwei Stunden zur Hütte hoch laufen. Kaum angekommen, begann es wieder zu regen.

Schlafen mussten wir im alten kleinen Häuschen oberhalb der Hütte, da die neue Es-cha-Hütte bereits voll besetzt war.


Daniel Eugster



Donnerstag, 10. August 2006

Charly der Italiener

Guten Tag, heute habe ich Jahrestag „16 Jahre Biner-Schweiz“. Also jetzt zum konkreten Teil. Wir standen um 5.30 Uhr auf und liefen zur neuen Es-cha-Hütte hinunter. Hier frühstückten wir. Übrigens, Grütti der Geomatikingenieur hatte wie alle anderen auch kalt in der Nacht. Um 6.00 Uhr lief die JO-Visp unter der Leitung von Bergführer Charly und Leiter Marco (resp. Reto) in Richtung Piz Kesch (3500 müM).

Über einen kleinen Pass gelangten wir auf einen Gletscher, den wir mit Steigeisen und dem Pickel in der Hand überquerten. So gelangten wir zum Gipfelgrat, den wir in Angriff nahmen.

Eigentlich wollten wir die Nadel überqueren, da aber viel Schnee lag, waren wir gezwungen die Normalroute zu nehmen. Auf dem Gipfel des Piz Keschs gratulierten wir einander. Da es windete stiegen wir bald wieder ab in den Windschatten. Dort assen und tranken wir ein wenig und liefen dann zur Hütte. Bei der Hütte machten wir noch eine kleine Ausbildung in Sachen Erste Hilfe mit Grütti und Rucksackpacken mit Matthias.

Dank Matthias gab es dann noch zum Jahrestag von „Biner-Schweiz“ noch guten Kuchen. Danke!

Um 13.00 Uhr liefen wir von der Hütte zu den Autos, mit denen wir nach Bellinzona fuhren. In der Jugendherberge duschten wir uns. Um 18.30 Uhr wurde das Abendessen serviert. Später wurde uns noch bis 23.00 Uhr Ausgang gewährt.


Michel Biner (Biner-Schweiz)



Freitag, 11. August 2006

Wenn die Affen Steigen wird das Wetter schön

Schade, es ist wieder soweit, eine Tourenwoche neigt sich dem Ende. Da die Wetterprognosen nichts Erfreuliches zu melden hatten, entschied Charly den Klettergarten von Ponte Brolla aufzusuchen. Dieser Klettergarten enthält viele schöne Kletterrouten, und hat für jedermann etwas zu bieten.

Mein Seilpartner Daniel und ich kletterten uns in den einfachen Routen ein. Als länger je mehr Kletterer ins Gebiet kamen, wechselten wir alle den Sektor. Mit der Höhe über Meer stieg auch der Schwierigkeitsgrad der Routen. Dies die Bilanz im obersten Sektor. Schuld daran war aber nicht die Höhe über Meer sondern die Steilheit und die Glätte der Kletterwand.

Mein Seilpartner hatte eine gute Tagesform, so dass wir bis weit über die Schmerzgrenze kletterten. Daniels Motto war, was Christian klettert, klettere ich auch. Aus diesem Motto ergab sich der Höhepunkt, ein 7a. Zugegeben, mein Kletterniveau reicht momentan ein 6a / 6b einigermassen sauber zu klettern, aber mein Kollege und ich wollten es heute wissen.

Um 14.00 Uhr trafen wir uns alle wieder bei den Autos auf dem Parkplatz. Von hier aus traten wir die Heimreise durch das Centovalli und den Simplonpass an. Nun kam der wichtigste Teil der Tour. Am Freitag Abend konnten wir Leiter unsere Sprösslinge wohlerhaben und ohne Plesuren am Bahnhof Brig absetzen.


Christian Grütter