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Fabian, Michèle, Dominic, Michael und Friedhelm. 17. April 2004 Dok. Id. 24 |
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Binntalhauteroute |
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Zusammenfassung: Bericht der JO-Ostertourenwoche 2004, die von Realp über Bedretto und Ponte bis zur Gemmi ging. Zunächst liefen wir durch das Witwenwasserental zur Rotondohütte. Der Übergang ins Bedrettotal war mit ein paar Spezialeinlagen gespickt. Am Abend liessen sich die einen verwöhnen, die anderen profitierten von einer speziellen Nacht im örtlichen Heimatmuseum. Beim Blick auf den Basodino vom nächsten Tag blieb es dann auch, bevor das Genuatief in Ponte zuschlug und zum Rinderhorn umdisponiert werden musste. |
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12. April
Fabian: Heiss am Stiel
Endlich ist es wieder so weit, die Ostertourenwoche kann beginnen. Um 7h50 versammelten wir uns alle beim Bahnhof Brig. Von dort fuhren wir nach Realp mit der FO. Bevor wir aber losgingen, stärkten wir uns mit Sandwiches. Wir waren noch nicht weit, mussten die ersten schon Pause machen um etwas abzuziehen. Danach liefen wir mit ein paar Pausen durch das Witwenwasserental zum Witwenwasserenstafel, wo wir wiederum Pause machten und den ersten Abfahrern zuschauten. Danach ging es auf die Hütte, wo wir einen gemütlichen Abend mit Spielen verbrachten. 13. April
Michèle: Rotondohütte - Bedretto
Wieder mal war ich die letzte. Kurze Barryvoxkontrolle, die wir jedem Morgen durchführten. Die erste Stunde stapften wir im weissen Nichts, ein Ort wo sich Himmel und Erde treffen. Plötzlich spührte man die Wärme der Sonne und die Augen konnten blaue Löcher erkennen, die versuchten Himmel und Erde zu trennen. Für Momente konnte man Berge erkennen, konnte sie bestaunen und fühlte die unendliche Weite. Doch der Nebel verdrängte sie. Wir verliessen uns auf Charly. Das Gelände veränderte sich - Abfahrt. Es war ein Gefühl von Telemark und Nässe. Blicke erforschten die Gegend, steile Felsklippen ragten in den Himmel. Mit klammen Fingern banden wir die Skier auf unsere Rucksäcke. Ein kalter Wind berührte unsere Gesichter - es war eiskalt. Gesichert kletterte die Gruppe das steile Couloir hoch. Keuchend versuchten wir mehrere Meter zu überwinden. Oben angekommen stand uns eine anstrengende Abfahrt bevor. Im Windschatten machten wir Pause und Friedli knipste noch schnell ein Gruppenfoto. Oouuuh, gespannt nahmen wir den Hang in Angriff. Zum Glück hatte ich eine starke Hand, die mir immer half - Merci. Im oberen Teil unserer langen Abfahrt war jede Kurve ein Wagnis, jede Bewegung eine neue Gefahr für einen Sturz. Der Schnee veränderte sich. Nun war die Schicht hart und gut befahrbar. Im letzten Abschnitt stellten sich uns Bäume in den Weg; die Piste wurde enger und der Schnee immer weicher. Je weiter man sich ins Tal wagte, verwandelte sich der Schnee in Wasser. Der Rest musste zu Fuss gemacht werden. Sobald wir im Tal waren, liessen wir uns verwöhnen. Hhmmh, Nachtessen. Buona Notte! |
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14. April
Dominic: Schritt für Schritt
Um 7 Uhr weckt uns Marcos sanfte Stimme "Üüfstaaah". Nach einem deftigen Frühstück geht es auch schon langsam, Schritt für Schritt, mit dem Auto los. An dieser Stelle ist vielleicht noch die attraktive Bedienung zu erwähnen, die uns nur schon durch ihre Anwesenheit den vergangenen Abend versüsste. Ihre Augen ... hmmm, zurück zur Tour. In den üblichen Gruppen geht es los. Anfangs gilt es ein paar Höhenmeter zurückzulegen, später erstreckt sich der Weg zum Pass nur leicht ansteigend, ja fast eben. Nach einer kleinen Rast auf dem Passo di San Giaccomo und einigen Übungen mit dem Kompass entschliessen wir uns das Helgenhorn zu ersteigen. Etwa anderthalb Stunden später stehen wir dann tatsächlich oben und erfreuen uns am Panorama. Die Abfahrt zur Capanna Maria Luisa war etwas beschwerlich, da die Schneedecke zum Teil pulvrig, manchmal aber auch brüchig war (Definition von Plattenpulver). In der Hütte angelangt genehmigten wir uns ein wohl verdientes Bier und stiessen darauf an, dass der angebrochene Nachmittag in einen gelungenen Abend enden möge! 15. April
Michael: Tolle Abfahrt nach Riale
Nebel wieder mal! Wir standen um 6h30 auf. Wir gingen go zmörgele. Um 7h30 starteten wir in Richtung Basodino. Wir hatten ein gutes Tempo drauf. Mit Spitzkehren gingen wir zur Kastellücke. Es schneite, aber es war nicht kalt. Wir nahmen auf der Kastellücke die Felle weg. Anschliessend gab es eine tolle Abfahrt nach Riale. Dort tranken wir eine heisse Schoggi in der Walserstube. Draussen schneite es ziemlich stark. Wir bezahlten und fuhren mit einem Bus nach Ponte. Wir stellten unser Material auf die Radiatoren zum trocknen. Wir hoffen es gibt ein gutes Z'Nachtessen. 16. und 17. April
Friedhelm: Szenenwechsel
Das österliche Genuatief hatte uns, wie schon öfters, eine Ladung Schnee an die Südseite geführt. Der Aufstieg zur Vaninahütte musste somit auf eine nächste Ausgabe der Binntalhauteroute verschoben werden. Mit einem spezialtransport gelangten wir auf den Simplon, wo wir allerdings feststellen mussten, dass es auch dort ausser Kaffee nichts zu holen gab. Am darauf folgenden Tag stand dann die Gemmi ein letztes Mal diesen Winter auf dem Programm. Weil uns der Lämmernboden zu flach war, wählten wir den Aufstieg in Richtung Rinderhorn. Beim Skidepot angelangt war die Zeit allerdings schon so weit fortgeschritten dass wir uns entschieden auf dem Gipfel angelangt zu sein. Die Abfahrt war gar nicht einmal so schlecht und wir gelangten sogar ganz ohne erneutes Fellen bis auf den Gemmipass. |
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