Gemeinde Visp

SAC Ortsgruppe Visp
Sektion Monte Rosa

Schweizer Alpen-Club SAC

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Rahel Clemenz/Johannes Tschumi. 7. Mai 2006
Dok. Id. 46

Ostertour 2006

Zusammenfassung: Am Karfreitag 2006 sind wir vom SAC Visp in der Maighels Hütte angekommen. Von der schön ausgebauten Hütte, netten Gastfreundschaft und dem sehr guten Essen ganz benommen genossen wir wunderbare Ostertouren, das alles hinterlässt in unserer Erinnerung sicher wunderbare (Schnee-) Spuren.

 

Tourenbericht des SAC Visp - die Ostertour



Karfreitag


Am Karfreitag Morgen trafen sich die ersten Ostertourengänger (Hannes der Leiter, Anja, Karin, Rahel, Thomas, Georgette, Isabelle, Jean-Philippe, Brian, Sibylle und Richard) in Visp bei der Matthorn-Gotterhardbahn in Richtung Brig, wo wir bereits einen reservierten Wagen für 6 min Zugfahrt hatten. In Eyholz stieg dann Irmgard zu. In Brig waren wir dann durch Sonja vollzählig geworden. Plaudernd und die Schneemengen im Obergoms bestaunend kamen wir dann in Andermatt an, wo wir auf den Sportzug nach Oberalppasshöhe-Calmot umstiegen. Nach einem Erfrischungstrunk schnallten wir die Felle und Skier an und stiegen in ca. 2 Stunden zur Maighelshütte auf.

Nachdem wir unser geräumiges Zimmer, wo nur wir vom SAC untergebracht waren, die Sanitäreinrichtungen mit kaltem fliessenden Wasser bestaunt hatten, ging es nach dem Mittagessen und einem Nickerchen zur LVS-Suche Übung - und das natürlich bei strahlendem Sonnenschein. Am Abend fielen dann alle mit sehr gutem Essen gesättigt in einen tiefen Schlaf. Man hätte im Schlafsaal sogar eine Stecknadel fallen hören, so ruhig war es bei uns.





Karsamstag: erster Gipfel

Um 6 Uhr Tagwacht, um 7 Uhr Abmarsch zum Piz Padus. Wie es anscheinend üblich ist, gab es eine Spezial-Ostereinlage, welche wir an einem steilem Hang erlebten: Sicherheitsabstand, Harscheisen und Spitzkehren, die nicht unbedingt ins Lehrbuch gehören;-) Nach ca. 2,5 h glücklich oben angekommen, bestiegen wir zu Fuss dann den Gipfel und genossen die schöne Aussicht natürlich immer noch bei strahlendem Sonnenschein. Pünktlich nach der Abfahrt mit eher schwerem Karton- und Bruchschnee fing es an zu schneien. Es gab dann nach dem Mittagessen noch eine Tour auf den Hausberg Piz Cavradi.
Nach einem Nickerchen ging es dann zum Joker- und Jassspiel und einem guten Abendessen über.







Ostersonntag: Pulvertag

Wieder war um 6 Uhr Tagwacht. Auf dem Frühstückstisch war auch der Osterhase bei uns vorbeigekommen- Sonja sei gedankt!- Leider konnten uns Irmgard und Sonja, welche sich am Samstag auf der Tour am Knie und am Fuss verletzt haben nicht mehr begleiten. So starteten wir zu elft um 7 Uhr ganz skeptisch bei Nebel Richtung Piz Ravetsch. Wie es uns immer gegönnt wurde, holte uns dann das schöne Wetter von hinten her ein. Wir entdeckten dann mit 10 cm Pulverschnee bedeckten Hänge und Berge. Plötzlich hörten wir den Helikopter, der Sonja und Irmgard auf der Hütte abholte und wir haben zum Abschied gewunken.



Nach einem 3 h angenehmen Aufstieg kamen wir unterhalb des Ravetschgipfels an. Den Gipfel konnten wir nicht erklimmen, weil es dazu Steigeisen gebraucht hätte - abgesehen davon wollten die meisten unserer Gruppe den fast jungfräulichen Neuschneehang nicht der uns folgenden Gruppe überlassen. So widmeten wir uns der Jungferabfahrt in dem wunderbaren Pulverschnee und den sehr schönen Hängen. Wir kamen aus dem Jubeln und staunen gar nicht mehr raus. Wieder auf der Hütte angekommen, verschwand die Sonne je länger je mehr hinter dichten Wolken.







Die Hardcores des SAC versuchten dem zu trotzen und haben zwischen Sonnenschein und Schneegestöber vor der Hütte in gemütlichen Liegestühlen Mittag gegessen. Dann gab es das rituelle Nickerchen und darauf wurde mit Einsatz gejasst, gejokert, Uno gespielt, gut gegessen und wir hatten einen lustigen und fröhlichen Schlussabend.





Ostermontag: 1000 Höhenmeter Pistenabfahrt

Wie das Nachmittagsnickerchen, gehörten 6 Uhr Tagwacht, 7 Uhr Abfahrt zu unserem Ritual. So fuhren wir am Ostermontag wieder um 7 Uhr bei Nebel mit unserem ganzen Gepäck zum Einstieg des Pazolastocks. Während des Aufstieges haben wir dann die Nebelgrenze überwunden und kamen aus dem Staunen und Fotos Machen gar nicht mehr raus: vor uns erstreckte sich ein eindrückliches und weites Panorama mit Nebelmeer. Oben angekommen, haben wir die Resten des Lunchs verzerrt und begannen unsere unvergesslich wunderbare Abfahrt nach Andermatt: die Hänge waren wie frisch präparierte Pisten mit einem Hauch von Pulverschnee darauf. Wir stoben und flogen bei Sonnenschein nur so dahin und kamen glücklich und zufrieden in Andermatt um 11 Uhr an. Nach einem Erfrischungstrunk und ersten Fotos anschauen, ging es mit dem Zug wieder Richtung Wallis, wo wir uns auf eine erfrischende Dusche freuten.