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Klettern in den Gastlosen

Am Samstag starteten wir vor (?!) dem Aufstehen von Susten und Visp in Richtung Lötschberg, Spiez, Jaunpass zu den Gastlosen. Für die Kletterbanausen: dies ist ein phantastischer Kalkfelsen, der am östlichsten Zipfel des Freiburgerlands aus saftig grünen Alpweiden herausragt - die grauen Wände laden mit ihren rauhen Regenrinnen geradezu zum Klettern ein ... EiEiEi ;-)
Am Samstag wollten wir es wissen und sind in zwei Mehrseillängenrouten eingestiegen. Karin & Gaby übernahmen die Führung durch die "Hallo Marco" (63b+ 3pa, wenn man alle 11 SL zusammenzählt) und wurden von Orlando & Nicole & Steve verfolgt. Weil in der Schweiz schneller als im Himalaya geklettert wird, musste Orlando sogar zwei Seillängen auf einmal klettern um den Anschluss an die Spitzendamen nicht zu verlieren. Eddy & Christian, Michael & Friedli machten in derselben Zeit die "Bilbo" (66b+ 1pa auf 12 SL), welche quer durch die ganze Wand führte.
Der Tag wurde länger und länger, der Pizzaservice in abgelegene Gegenden ist noch eine Marktlücke - zum Glück, denn sonst hätten wir schlussendlich noch im Chalet Grat die Freiburger Alpspezialität "Bergsuppe" ( Lauchsuppe mit Herdöpfili, Hörnlini, Chääs, Niedle und Chroutons) verpasst. Die Nacht in den Gästezimmern über dem Stall war urchig, sehr erholsam, "angenehm" warm unter den Winterplümos, und vorallem durften wir sogar mal ausschlafen bis 7h!!!!! ... und mussten nicht schon um halb vier aus dem Bett fallen.
Am Morgen, als wir nach langer Rechnerei sämtliche Spesi auf die Teilnehmer, den Gastwirt, die Plastikkartenbesitzer und den Chauffeur aufgeteilt hatten, konnten wir den zweiten Tag in Angriff nehmen. Diesmal wollten wir mit weniger langen Routen auf die hohen Zahlen kommen: Steve& Orlando testeten "Glenfiddich", Eddy & Christian "Salamander" - Karin & Gaby, Michael & Friedli "Armandine". Friedli & Karin liessen es sich nicht mehmen noch in die "Djougga" einzusteigen, als Anwendungstour zur vorangegangenen Diskussion über Briefkastengriffe (Rechnungs- oder Werbekataloggrösse). Der Tag war schön, die Sonne (zu) heiss, die Kletterei phantastisch und die Finger und Füsse bald einmal durch: fehlte nur noch das Fanjon "gut durchgebraten".
Das Wochenende fand seinen Abschluss mit traditionellen Eisessorgie. Wir hatten uns auf dem Jaunpass in eine Touri-Beiz gewagt in der es schlussendlich Eisbecher "à la nouvelle cuisine" (für die nicht Französisch-sprechenden: für die schlanke Linie)gab. Verständlich, dass unsere Gedanken bald einmal in die Eisdielen von St-Niklaus, dem Tessin oder von Premosello wanderten. Die Heimfahrt im Schlafbus wurde untermalt von modernem Katzengejammer aus dem Radio, wobei dem Chauffeur klar gemacht wurde, dass auch noch jüngere Leute im Fahrzeug sässen die dies als Musik bezeichnen würden.
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