Gemeinde Visp

SAC Ortsgruppe Visp
Sektion Monte Rosa

Schweizer Alpen-Club SAC

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Karin. 8. Aug. 2004
Dok. Id. 27

Dent d'Hérens

Zusammenfassung: Irgendwann musste es ja klappen... Und ein 35ster Hochzeitstag (Irmgard und Werner) ist eigentlich kein schlechter Zeitpunkt, um endlich das schon so oft auf dem Programm verewigte, nie erreichte Ziel Dent d'Hérens zu packen.

 

Ein (bisher) nie erreichtes Ziel

Irgendwann musste es ja klappen... Und ein 35ster Hochzeitstag (Irmgard und Werner) ist eigentlich kein schlechter Zeitpunkt, um endlich das schon so oft auf dem Programm verewigte, nie erreichte Ziel Dent d'Hérens zu packen. 10 Bergsüchtige machten sich Samstag auf den langen Weg zur Aostahütte. Dort wurden wir sobald vor die Qual der Wahl "Minestrone oder Pasta?" gestellt, beides in faszinierender Gemächlichkeit "liebevoll" auf Einweggeschirr serviert.

Gehen oder drehen, dass ist hier die Frage

Morgens um 3.38 Uhr ging es dann mit Zwieback "gestärkt" über Moräne und Gletscher zum Tiefmattenjoch. Rings um Wolken und dann fängt's auch noch an zu schneien! Und die polternden Steine der Vorangehenden sind eigentlich auch nicht so überzeugend, wie eine weitere Tasse Kaffee in der trockenen Hütte, meinten zumindest 4 der 10 BergsteigerInnen. Just da wurde es hell(er) und 2 der 4 entschieden sich noch mal um (Steigeisen ab, Steigeisen an, Steigeisen ab...) und düsten dem Rest über den Felsgrat nach.

Am Ziel

Danach zur Erholung ein bisschen "Schneehatschen". Unterhalb des Gipfels wurde es dann noch mal ungemütlich mit Hagel, Wind und rutschigen Partien, kaum auf dem Gipfel (nach 5h und 3 Min. für die, welche es genau wissen wollen) wurde auch schon wieder umgedreht, wohl auch mit dem Hintergedanken, den etwas ungemütlichen Teil des Abstiegs bald hinter sich zu bringen.

Als Belohnung kam dann sogar die Sonne zwischen den Wolken hervor. Dann hiess es noch den nassen Fels 'runterruschen, ein paar Steine ins Rollen zu bringen und den Rest der Mannschaft auf der Hütte wieder einsammeln.

Prozedur mehrfach wiederholen ...

Der laut gewordenen Wunsch nach echt italienischer Pizza wurde auf der ausgiebigen Wanderung zurück zum Auto bei gewissen Leuten immer intensiver, die Rückfahrt gestaltete sich daraufhin in der Weise "Schleife fahren, anhalten, alle aussteigen, Pizzeria stürmen, Pizzeria geschlossen/gibt noch keine Pizza ...., weiterfahren, Prozedur mehrfach wiederholen.

... bis sich der Erfolg einstellt

Als dann wenige Meter vor der Grenze die Einen schon die Hoffnung auf Nahrungsaufnahme aufgegeben hatten, bei anderen die Stimmung in Erwartung der baldigen Heimkehr zu Frau und Kopfkissen gestiegen war, fand sich doch noch ein Restaurant, wo die Tour mit leckeren Spaghetti, Gnocchi und Polenta ihren Abschluss fand.