Gemeinde Visp

SAC Ortsgruppe Visp
Sektion Monte Rosa

Schweizer Alpen-Club SAC

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Christian und Friedhelm. 1. Aug. 2004
Dok. Id. 33

Projekt Weisshorn

Zusammenfassung: Am Nationalfeiertag 2004 haben wir mit 9 Teilnehmern das Weisshorn über den Ostgrat besteigen; einer der mächtigsten Viertausender des Wallis. Da die Verhältnisse gut waren, konnten wir den Fels- und Schneegrat schnell überwinden. Um 8h30 standen wir dann alle glücklich auf dem 4505 m hohen Weisshorn.

 

Projekttierung

Das Ziel

Visp aufs WeisshornAm Nationalfeiertag 2004 möchten wir, die SAC-Ortsgruppe Visp, das Weisshorn über den Ostgrat besteigen. Es handelt sich dabei um einen der mächtigsten Viertausender des Wallis, auf den jeder einmal hinauf will ... es ist aber auch eine "äusserst spezielle Tour" was die Länge und das Technische Niveau anbelangt.

Der Weg

Aufstehen ist normalerweise gegen 2h ... Abmarsch gegen 2h30. Die erste Schlüsselstelle ist der Übergang vom Gletscher auf den Felsriegel. Anschliessend geht es über einen Weg, anschliessend über ein steiles Firnfeld, eine Traversierung im Fels und einen einfachen Grat in Richtung Einstieg. Über einen recht steilen Felssporn läuft man dann zum Frühstücksplatz ... diese Stelle erfordert gute Augen, vorallem in der Nacht.

Anschliessend geht es in einfacher aber ausgesetzter Kletterei über einen Felsgrat hinauf zum Firn. Das Firnfeld zum Gipfel ist in den letzten Jahren immer mehr ausgeapert und an mindestens zwei Stellen kommen die Eisschrauben zum Einsatz (sehr gute Steigeisen mit Anti-Stoll sind ein Muss).

Der Tarif

Wenn wir eine gute Gruppe sind, hoffen wir nach etwa 8h den Gipfel erreicht zu haben. Falls nicht, so wird, egal wo wir sind, um 11h umgekehrt um nicht in die Nacht zu kommen. Der Abstieg erfolgt nach obiger Beschreibung, allerdings in umgekehrter Reihenfolge, und dauert etwa gleich lang wie der Aufstieg. Wenn nichts schief geht sind wir dann gegen 18h wieder im Tal, wo wie auf alle Fälle auf ein grosses Erlebnis zurückschauen können.

Umsetzung

Teilnehmer

Alexa, Ann, Christian, Fredy, Friedhelm, Georgette, Karin, Martin, Sonja.

Leider konnten nicht alle die gerne gewollt hätten mitkommen. Auswahlkriterium war für einmal nicht der Anmeldetermin, sondern die Teilnehmerstatistik der letzten 2 Jahre. Zum Glück haben aber Berge keine Beine und laufen somit nicht davon: Es wird sicher eine weitere Auflage des Projekts Weisshorn geben.

Früh geweckt

Heute wurden wir schon sehr früh geweckt oder für einige, die nicht einschlafen konnten, spät am "Abend". Nach dem Frühstück starteten wir so um 2h30 von der Weisshornhütte aus. In der Finsternis liefen wir über den Weisshorngletscher in den Einstieg zum Weisshorn-Ostgrat. Über ein Schneefeld, glatte Felsplatten und Schutt erreichten wir dann endlich vor der Morgendämmerung den Ostgrat.

Lochmatterturm

Nun kam das erste "Hightlight" der Tour; das Überklettern des Lochmatterturms. Mir (2.02 m gross) ist heute noch Rätselhaft wieso einige mit dem Lochmatterturm Mühe hatten? Mit der rechten Hand in den Riss oberhalb des Hakens greifen, das rechte Bein auf das Podest auf der Kante setzen, mit der linken Hand an der Kante abstützen, aufdrücken und schon ist man oben.

Phantastisches Panorama vom Gipfel

Da die Verhältnisse gut waren, konnten wir den Fels- und Schneegrat schnell überwinden. Um 8h30 standen wir dann alle glücklich auf dem 4505 m hohen Weisshorn. Phantastisch war das Panorama, das wir auf dem Gipfel geniessen durften. Voll konzentriert nahmen wir nun den Abstieg in Angriff. Leider mussten wird uns von Ann's Digitalfotokamera verabschieden die Abstürzte. Daher fehlt in diesem Tourenbericht das Foto von Friedli mit dem SrOeNgNeEnN-Schirm und den weissen Kniestrümpfen mit bleichem Oberkörper. Was wird sich der künftige Finder der Kamera denken wird, wenn er die Bilder betrachtet? Um 14h30 waren wir wieder auf der Weisshornhütte, auf der wir am Vorabend vorzüglich verköstigt worden waren. Ein langer und strenger Abstieg nach Randa setzte den Schlusspunkt der Tour.