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Tagebuechi Ostertourenwoche Medelserhütte 9 14 April 2007
Die Teilnehmer: Georges Gruber, Friedhelm Altpeter, Christoph Barendregt, Daniela Jäger, Sebastian Werlen, Michael Biner, Brigitte Kimmig, Thomas Burkhard, Matthias Barendregt
Montag 9. April 2007
Es war wieder soweit Ostertourenwoche im Gebiet Medels im Graubünden. Gestartet wurde in Brig mit dem Zug Richtung Disentis. Sonja brachte in aller letzter Minute vor der Abfahrt frischen Kaffee, leckere Madleneni und Toblerone. Also hielten wir im Zug ein Kaffeekränzli. Da ich vergessen habe ein Billet zu kaufen, nahm mich die MGB voll aus. In Andermatt mussten wir zum ersten mal umsteigen, dafür standen uns 4min zur Verfügung. Als alle in den überfüllten Zug eingestiegen waren, öffnete Matthias die Madlenenitrucka, aber plötzlich marschierte ein ungepflegter Jagdhund an und bettelte um ein Stück der begehrten Schachtel, doch vergebens die waren zu gut um zu teilen. Am Oberalppass stiegen die meisten Leute aus, und wir genossen die Ruhe bis nach Disentis. Friedli hatte inzwischen ein Taxi für uns bestellt, mit dem fuhren wir bis Biscudm (oberhalb Curaglia), dann montierten wir die Felle und liefen zur Camona da Medels, wir benötigten ca. 4 Stunden. Als wir in der bratenden Sonne die Hütte erreicht haben kam uns schon ein lieber bellender Hund entgegen. Das Hüttenpaar begrüsste uns auch sehr freundlich. Am Nachmittag genossen wir die Sonne auf der Terrasse.
Thomas Burkhard
Dienstg 10. April 2007
Piz Medel (3210 m.ü.M) Wir hatten am 5.45 Uhr Tag wacht. Wir liessen uns das Frühstück schmecken. Anschliessend machten wir uns bereit für eine kurze Abfahrt. Beim Einstieg zur Route spannten wir die Felle auf die Skis, ich eichte noch den Kompass und den Höhenmesser vom GPS. Ich hatte heute mit Georges das Kommando. Der steile Teil bis zum Gletscher ist Georges vor gelaufen. Auf dem Gletscher durfte ich übernehmen bis zum Gipfel, die GPS Punkte waren recht genau gesetzt. Den letzten Teil zum Gipfel über den Grat mussten wir uns anseilen. Auf dem Gipfel gratulierten wir einander und gingen zum Skidepot. Dort machten wir eine Pause. Nachher hatten wir eine super geile Abfahrt, wunderbare Hänge,zum krönenden Abschluss hatten wir noch ein Couloir zu durchfahren, ein Traum! Dann mussten wir noch 400 Höhenmeter aufsteigen zur Medelserhütte. So jetzt geniessen wir auf der Terrasse die Sonne und planen die Tour von Morgen mit GPS Koordinaten.
Michael Biner
Mittwoch 11. April 2007
Piz Valdraus (3096 m.ü.M)
Nach einer unterhaltsamen Nacht von Thomas (Sebi, Sebi, Sebi.....rufte er wie ein wilder) standen wir wieder um die gleiche Zeit auf. Bei dem wohlriechend Frühstück wurde schon einiges gelacht! Ca. um 7.00 Uhr ging's los. Nach der Anfangsabfahrt war man eindeutig wach, von dem ganzen durchschütteln! Die Felle montiert, Kompass und GPS eingestellt bzw. gerichtet, dann ging der 3h Marsch los. Nach dem abwechslungsreichen Aufstieg, zum Teil ging es eher rückwärts als vorwärts, machten wir ein Skidepot. Dann ging's noch 2-3 min auf den Gipfel. Auf dem Gipfel machten wir ein paar Fotos und einen kleinen Rundblick (wir sahen unsere Berge). Nachher blühte uns ein pickel herte Hang. Doch dann speisten wir eine Weile, denn der Morgen bemerkte sich schon ein Moment. So de gäwer appa meinte der heutige Chef Thomas. Jetzt wollten sie's wissen was wir können!! Ein steiles Couloir stand uns bevor, dann hiess es fahru, fahru. Nach der steilen und zum Teil harten Abfahrt wartete noch das Biscuit des Tages. Der Aufstieg mit 400 HM war wie gestern sehr heiß. Der Hund bellte schon als wir unten übers Egg kamen. Geschmolzen wie es Schoggoladji sind wir angekommen. Bei einem Schluck trinken und dem gemütlichen zusammen sitzen kam Georges die sensationelle Idee!: Wir schaufeln den Sonnenplatz grösser!! So gingen Thomi, Bini und Georges dahinter, später löste Matthias und Sebi ein wenig ab. Wir andern genossen die Sonne (Arbeiten ist schön man könnte Stundenlang zusehen). Mit ein wenig Theorie klang der Nachmittag aus.
Brigitte Kimmig
 Donnerstag 12. April 2007
Cima die Camadra (3172,4 m.ü.M), Piz Uffiern (3151 m.ü.M)
Heute morgen standen wir wie gehabt um 5.45 auf. Auch das Frühstück war wie gehabt. Die Temperatur war wieder ein Kelvin wärmer als gestern. Nach einer kurzen Abfahrt montierten wir unsere Felle am gleichen Ort wie am Dienstag. Für diese Tour übernahm Br(rollend)ischit und Jäschär Daniela das Kommando. Beim ersten Aufstieg bekamen wir richtiges Frauenpower zu spüren. Denn Br(!)ischit legte ein Tempo vor, das alle andern ins schwitzen brachte. Nach 2.5 Stunden erreichten wir den Grat. Und nach einer weiteren halben Stunde leichter Gratkletterei gemischt mit Schneefeldern erreichten wir den Cima di Camadra. Da es auf der ganzen Länge des Grates und auch auf dem Gipfel recht stark windete weilten wir nicht lange. Genau eine Stunde später standen wir auf dem 2. Gipfel des Tages, Piz Uffiern. Im Skidepot machten wir dann die Mittagspause, im Windschatten. Da es bereits 1150 Uhr war hatten wir mit dem Mittag bereits eine Stunde Verspätung. Es folgte die Abfahrt. Ich war selbst überrascht wie gut ich mich in den schwierigen Schneeverhältnissen geschlagen habe. Die Abfahrt endete ca. in der Hälfte des Hüttenaufstiegs von Montag. Wie gewohnt war der gegen Anstieg heiß und sulzig und nachher waren alle froh, als sie auf dem frisch vom Schnee befreiten Vorplatz standen. Am späten Nachmittag bestand dann Matthias noch darauf, dass Jäschär Daniela ihm noch im wohl höchst gelegen Haarstudio der Welt die Haare schnitt.
Werlen Sebastian
Freitag, 13. April 2007
Piz Cristallina (3128 m.ü.M) Wie der Berg, so die Tour....
Am Freitag morgen, 13. April, starteten die Jo-ler nach Oktopussis Frühstückessen und der kleinen Abfahrt ihre Tour Richtung Fil Liung. Die heutigen Chefs, Sebi + Christoph führten uns andere sieben sicher auf den Glaschter da Medel. Dort vernahmen wir von Georges die Richtungsänderung. Unser Ziel war nun der Piz Cristallina. Munter & gut eingepackt gegen den eisig starken Wind und den immer mehr auftauchenden (ungewohnten) Nebel marschierten wir zum kristallinen Berg. Dank Georges's GPS kurvten wir wie wild auf dem nebelumhüllten Gletscher umher (vielleicht tat er das bewusst, damit Bini endlich im Kreis laufen durfte ;-)). Der Aufstieg wurde beim Skidepot unter dem P. Cristallina beendet und klang mit etwas Spiis aus. Die wieder auftauchenden Sonnenstrahlen liessen uns den Wind vergessen & die Tafel Jura Abfahrt (hart weich) vereinfachen. Den Sulzschnee bis zur Alp Sura ausgekostet, reihten wir uns dann hinter Sebi wieder auf und schlängelten uns ein letztes Mal den Weg zur Medelserhütte hinauf. Schon um die Mittagszeit oben angekommen gönnten wir uns ein Mittagessen aus dem Spiissack und erholten uns vom Stemmen gegen den Wind. Wenig später ging es weiter mit dem üben des Flaschenzuges. Das Motto war: Darf ich gumpu? Ey, hesch miis Schneebrät gsee? Sälber gmacht! ;-) Nach dieser gelungen Aktionen genoss jeder auf seine Weise den letzten Hüttennachmittag; sei es mit UNO spielen schlafen, japanisch lernen oder Bericht schreiben ;-) Nun wartet man gespannt & hungrig auf das Abendessen und freut sich auf einen gemütlichen & fröhlichen ausklingenden Abend... mit einem Caffe Medel ;-)
Ragazzi, grazie mille, c'era una settimana bellissima!
Jäschär Daniela
Samstag, 14. April 2007
Wie gewohnt weckte uns Georges. Die gepackten Rucksäcke wurden zum Eingang neben die Säcke der Tessinergruppe gestellt. Das gemütliche Morgenessen mit der schönen Aussicht auf die Berge, die langsam von der Dämmerung freigeben wurden, stimmte unseren letzten Tag ein. Um das unnötige Puff beim Ausgang zu vermeiden liessen wir uns speziell lange Zeit.
Georges fuhr wie gewohnt gemütlich voran da preschte ein etwas verspäteter Tessiner an uns vorbei: Keine 100m weiter flog eine Blackbox samt Tessiner durch die Luft und trennte sich unsanft von den Skiern. Die Untersuchungsbehörde konnte anhand der Blackbox keine technischen Mängel feststellen, so wurde der Vorgang als menschliches Versagen abgestempelt. Das Ziel des Tages war eine Abfahrt! So steigen wir den uns wohl bekannten Hang aufs Plateau unter der Leitung Sebi noch mal hoch. Am Fusse des Fil Liung machten wir Rast und bereiteten uns auf die Abfahrt vor. Diese gestaltete sich steil und rupig da wir die Hänge vor der Sonne kitzelten. In den tieferen Lagen wurde in Abhängigkeit des Kampfgewichtes die Wasserskiqualitäten der Einzelnen gefragt. So endete das Vergnügen der Abfahrt. So dass der Wechsel in den Sommer nicht zu schnell vollzogen wurde, beendeten wir unseren Abstieg mit einem Spaziergang, zum Taxibus.  In der Hitze angekommen gönnten wir uns Eis und kühle Getränke im Bahnhofbeizli. Der Rückweg mit der warmen MGB beendete unsere schöne Woche.
Matthias Barendregt
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