Hochtour Balmhorn-Altels
Zu "später" Stunde, tröpfchenweise und mit dem 1. Verlust (wer am Wochenende lieber arbeitet
) sammelten 11 SAC-lerInnen sich in Wiler um zunächst mit der Seilbahn, dann gemütlich den Rest des Wegs zu Fuss zur Lötschenpasshütte zu absolvieren. Doch schon hier trafen wir auf den ersten Fehler in der Fahrplanauskunft - das Bähnle ging nur bis zur ersten Station. Was besonders die Teilnehmer, welche zu Trainingszwecken ein zusätzliche Seil eingepackt hatten erfreute, andere inspirierte die Wanderung für das nächstjährige Tourenprogramm.
Wer schnell genug war, bekam dann auf der Hütte sogar noch einen frischen Aprikosenkuchen, ansonsten vertrieb man sich die Zeit mit Führer studieren, welcher so motivierende Hinweise wie "auch für den heutigen Kletterer akzeptable Absicherungen" und "in teils festem Fels" (wo der wohl war?) hergab. Passender Cartoon in einer der ausliegenden Bergmagazine "warum tue ich mir da an?????????????" Oder dem Studium des "Gruselfaktors" der 4000er der Alpen in einem ebensolchen Heftchen. Da die geplanten Ziele Balmhorn und Altels nicht die 4000er Marke erreichen, blieb uns die vorgängige Einschätzung erspart, vielleicht wäre sonst der Plan einiger Teilnehmer den Sonntag auf der Sonnenterasse zu verbringen doch umgesetzt und nicht alle Hoffnung auf die im Führer beschriebene Terasse gesetzt worden.
Tagwacht um 3, schliesslich hatten wir vor die Welt etwas zu verändern. Gelegenheit hatten wir im nicht ganz festen Fels zur Genüge. Viele Klettermeter (immer wieder glaubte man dem Gipfel nahe zu sein
), einzelnen "selbst für den heutigen Kletterer akzeptablen" Haken und Träumen nach Kletterhelmen in Sombreroform später gab's das 2. Frühstück auf dem Balmhorn. Damit alles Material mal zum Einsatz kommt, fand auf dem anschliessenden schönen Schneegrat zum Altels auch eine Eisschraube ihren Einsatz und bald konnte das 2. Gipfelsandwich ausgepackt werden. Im losen Schutt (eigentlich war uns ja hier die "Altelsbahn" versprochen, aber auch diese kniefreundliche Fahrplanauskunft war wohl eher zukunftsorientiert
) gings dann ab Richtung Sunnbüel, wobei die auf dem Weg liegenden Schneefelder sehr unterschiedliche Begeisterung hervorriefen. Auch für den Rückweg mit Seilbahn und Bus hatte die Fahrplanauskunft nicht die ganze Wahrheit herausgerückt und Einzelne wollte man zunächst nichtmals mitnehmen. Doch schlussendlich standen wir alle (meist mit Glace bewaffnet) in Kandersteg am Bahnhof, wo sich nach einer langen, etwas "bewegenden" jedoch schönen Tour abseits der Menschenmassen und Hitze unsere Wege bis zum nächsten Mal wieder trennten.
mit dabei waren: Matthias, Alexa, Gaby, Gerd, Friedli, Chantal, Karin, Georges, Georgette, Christian G., Petra