Auffahrtsklettertage
Nicht dass ich 30 TeilnehmerInnen für die geplante Tour erwartet hätte, aber so gar keine Anmeldungen, nicht mal in letzter Minute
Aber wenn die verschiedensten Verpflichtungen rufen, ist der Traum von 4 Tagen Klettern im Aostatal schnell ausgeträumt. Da die Lust am Klettern jedoch vorhanden war, machten wir uns an den 4 Tagen in verschiedensten Besetzungen auf den Weg um die Fingerkuppen etwas abzuwetzen (wenn man sonst schon nicht zum Klettern kommt, sollte man übrigens wenigstens die Kletteredition einer Tastatur besitzen harter Anschlag und rauhe Oberfläche)

Donnerstag:
Trotz erschwerter Planung (SMS nachts um halb 4
) fanden sich 5 Nasen ein, um zunächst ausführlich zu diskutieren, ob sich die Fahrt nach Simplon Dorf wohl lohnen würde, da die Routen im 5er Bereich nicht schön, und im Bereich bis einschliesslich 6b nicht tagesfüllend seien
Davon wollten die Unwissenden sich aber doch selbst überzeugen! Einzelne liessen dann einfach die "leichten" Routen aus und wärmten kurz mal mit 6a Vorstiegen auf. Was Restalkohol so alles für die Kletterpsyche ausmacht

Fazit war selbst bei den Zweiflern: ja es lohnt sich! Und die lässig gekletterten 7c's anderer Anwesender motivieren ja auch so ein bisschen zum Üben
Mit frischem Roggenbrot bewaffnet, gings dann dem für die Meisten dem arbeitsamen
Freitag
entgegen. Somit fanden nur 2 Halbtagskletterer den Weg in den Trämul, um mal zu schauen, wie die neu sanierten Routen aussehen, und warum gewisse 5c Routen eigentlich fast schwerer sind als so manche 6c
Mit diesem wohl für immer ungelösten Rätsel, einem neuen alten Express und dem Dienstaustritt des Seiles endete dieser Klettertag verhältnismässig früh.

Am Samstag
stiess dann ein unverbrauchter Kletterer dazu, diesmal gings Richtung Bramois, Sektor Paroi St. Antoine, wo die einen sich die Routen hochzitterten, während unser Starfotograf Orlando im Element war und dann in den 6b's erst richtig warm wurde (unterstützt durch die zu der Zeit fast unerträglich heisse Sonne). So zu dritt hat ja immer einer Zeit, die Kletternachbarn zu beobachten, fasziniert haben uns die gutaussehende Kletterin, welche jedoch deutlich an Punkten verlor, nachdem sie auf allen Vieren den Zustieg absolvierte und die als Seilsack missbrauchte brandneue Cashmirdecke (ob der Seilsack wohl auf der Couch liegt?)

Der Sonntag
sollte zumindest etwas gemütlicher beginnen, immerhin gibt's in Arbaz ja auch einfachere Routen und wir wollten einen laienhaften medizinischen Eingriff an Hannes möglichst vermeiden. Doch auch hier konnten wir uns bald wieder wundern was sich alles 6a nennen darf.
Da wir uns nicht an die alte Kletterregel: an ungeraden Tagen wird von rechts nach links, an geraden von links nach rechts geklettert, gehalten haben wurde Orlando leider, leider durch den aufkommenden Regen davon abgehalten uns noch in weitere spezielle Routen zu schicken.
Auch an diesem Tag haben wir wieder etwas durch Beobachten unserer Kletternachbarn erkannt: das Kletterkönnen steht eindeutig im Zusammenhang mit der Frisur. Mit der Huber-Buam Haarpracht ist man, ob man will, oder nicht, Spitzenkletterer, wer Staubwedel trägt, bouldert ;-)

Von jedem Tag ausser Freitag sind Bilder beigefügt, viel Spass beim Rätseln, wo was ist.
Teilnehmer: Orlando (Do, Sa, So), Georges (Do), Eddy (Do), Markus (Do), Friedli (Fr), Franz (Sa), Hannes (So), Karin
